Ausstellungen, Publikationen und Vorträge machen die Ergebnisse der Forschung zugänglich.
Graffiti im Flakturm – Spuren der Zwangsarbeit in Wien
Eine Ausstellung des Interdisziplinären Forschungszentrums Architektur und Geschichte in Kooperation mit der VHS Landstraße. Die Wiener Flaktürme, errichtet zwischen 1942 und 1945, sind Produkte von Zwangsarbeit. Zahlreiche österreichische Bauunternehmen waren Nutznießer dieses Unrechts, an das bis heute kaum erinnert wird.
An den Innenwänden des Leitturms im Arenbergpark jedoch dokumentieren hunderte Graffiti von Zwangsarbeitern aus allen Ländern Europas und der Sowjetunion die damalige Anwesenheit einer heute nicht mehr wahrgenommenen Opfergruppe und legen bis heute Zeugnis von der Präsenz der Zwangsarbeiter ab. Derartige Graffiti finden sich in keinem anderen Flakturm. Der Leitturm im Arenbergpark ist somit ein einzigartiger Gedächtnisort, nicht nur für Österreich.
Gezeigt in der VHS Landstraße, Wien, 2015 und 2016. In der Ausstellung wurden rund 40 ausgewählte Graffiti der Zwangsarbeiter aus dem Leitturm Arenbergpark präsentiert.
Die Wiener Flaktürme im Spiegel österreichischer Erinnerungskultur
Ute Bauer · Phoibos Verlag · 2. überarbeitete Auflage 2015 · ISBN 978-3-85161-136-6
Mit vervollständigtem Plansatz der sechs Wiener Flaktürme, aktualisiertem Literaturverzeichnis und Zusatzinformationen zum Interdisziplinären Forschungszentrum Architektur und Geschichte – iFAG. Erhältlich auf phoibos.at oder im Buchhandel.
Es ist dem Engagement und der Beharrlichkeit des Forschungsteams von iFAG zu verdanken, dass die architekturhistorische und gedächtniskulturelle Bedeutung dieser Bauwerke nunmehr in der öffentlichen Diskussion präsent ist.
Heidemarie Uhl in Erinnerungsort Flakturm